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Ausrüstung

Das Elbsandsteingebirge wird als Mittelgebirge regelmäßig unterschätzt. Gerade die Höhenunterschiede um die 400 Meter, oft auf engem Raum, haben es in sich. Die Unfallzahlen der Bergwacht Sachsen belegen jedes Jahr, dass Wanderer meist öfter verunfallen als Kletterer.

Schuhe

Das Spektrum an Wanderwegen ist vielfältig. Wer sich im Wesentlichen die Felslandschaft von unten anschaut, wird sicher mit einfachen Wander- oder Sportschuhen auf breiten Forstwegen zurechtkommen. Sandalen oder Stöckelschuhe sollten es aber nicht sein. Dass man Trekking-Sandalen ernsthaft zum Wandern anziehen soll, habe ich bis heute nicht verstanden. Die sind mehr für einen Spaziergang im Stadtpark. Übrigens wurde im Jahr 2010 ein Wanderer von einer Kreuzotter gebissen …

Wer höher hinaus auf die Felsplateaus und Tafelberge will, sollte am besten knöchelhohe Wanderschuhe tragen. Die Wege sind oft steinig, wurzlig oder es sind Stein- und Holzstufen bzw. Stahltreppen und -leitern zu erklimmen. Besonders bei feuchtem und frostigem Wetter steigt auch die Rutschgefahr auf Holz, Stein und Laub. Hier haben sich besonders Schuhe mit Markensohlen bewährt. Nach längerem Regen oder in der Tauperiode ist auch mit matschigen Wegabschnitten zu rechnen. Wir sind meist mit alpinen Trekking-Stiefeln unterwegs, was vielleicht als übertrieben scheinen mag. Aber besonders an steilen Abgründen oder anspruchsvollen Aufstiegen bieten sie ein hohes Maß an Sicherheit.

Rucksack und Bekleidung

Der Proviant sollte nicht gerade in Beuteln durch die Landschaft geschleppt werden. Damit die Hände an den Auf- und Abstiegen frei sind, empfiehlt sich ein üblicher Tagesrucksack nach persönlichem Geschmack. Familien mit Kindern, die keine eigenen Rücksäcke tragen, bekommen aber auch schnell zwei 60-Liter-Rucksäcke voll.

An die Bekleidung wird keine besondere Anforderung gestellt. Diese sollte auch mal schmutzig werden dürfen und strapazierfähig sein. Bei Regen bieten oft Felsüberhänge einen Unterschlupft, aber besser man hat eine Regenjacke dabei. Hosen sollten nicht zu knackig eng sein, damit bei Kletterstellen genug Beinfreiheit herrscht und nicht mal eine Naht platzt …

Wanderverpflegung

Wer sich gern etwas Warmes zu Mittag servieren lässt, muss seine Tour danach planen. Lediglich auf wenigen Gipfeln gibt es Gaststätten, die meist auch nur in der Hauptwandersaison geöffnet haben. Problemlos lässt es in den Tälern und Orten der Sächsischen Schweiz einkehren. Bei schönem Wetter sind die oft exponierten Pausenstellen und Aussichtspunkte nicht nur der pure Naturgenuss, sondern auch ideal für ein Picknick aus dem Rucksack geeignet.

Klettersteige

Als echten Klettersteig lässt sich eigentlich nur die Häntzschelstiege bezeichnen. Hier wurde nach der Sanierung ein durchgängiges Drahtseil zur Selbstsicherung angebracht. Auch in der Zwillingsstiege kann man sich noch gut sichern, aber nur an den etwas dicken Tritteisen. Wer diese Stiegen begehen will, muss sich genau über seine Fähigkeiten im Klaren sein. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Sportlichkeit sind unbedingt erforderlich. Ein weiterer Aspekt ist die Erfahrung. Wer noch nie Klettersteige gegangen ist und nie in alpinen Gebirgsregionen unterwegs war oder sich sonst irgendwie unsicher fühlt, sollte unbedingt eine Selbstsicherung in Betracht ziehen. Kinder sollten mindestens 1,35 m groß sein und ebenfalls gesichert werden.

Als Mindestausrüstung ist ein Sitzgurt mit einer Y-Klettersteigbremse erforderlich. Wem die Investition für die ein, zwei kurzen Klettersteige zu hoch ist, kann sich auch einer geführten Wandergruppe anschließen. Man sollte sich nicht von flott aufsteigenden, ungesicherten Einheimischen verleiten lassen, es ihnen nachzutun. Denn diese kennen die Stiegen seit ihrer Kindheit.

Auf anderen Kletterstiegen, wie z. B. der Rübezahlstiege, ist keine vernünftige Selbstsicherung möglich. Hier sind bereits Kletterkenntnisse gefragt. Wer einen guten Vorsteiger dabei hat, könnte per Seilsicherung die Nachsteiger nach oben sichern. Aber das ist ein anderes Thema …