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Wanderpfade.de

Das war 2010

Bild Ausstieg nahe Webergrotte zum Entenpfützenweg (gesperrt)

Das Wanderjahr 2010 war nicht das schönste. Der Frühling begann sehr spät, die Märzenbecher im Polenztal schafften es erst Anfang April zur vollen Blüte – in anderen Jahren war das bis zu 4 Wochen früher. Aber auch das Sommerwetter ließ zu wünschen übrig. Das tat zwar anfangs der Natur gut, bis am 7. und 15. August nach längerem Starkregen sintflutartige Sturzbäche große Schäden anrichteten. So breitete sich die Kirnitzsch über das ganze Tal aus, riss Brücken und Teile der Straße mit sich. Auch viele Wanderwege wurden aus- und weggespült. Inzwischen ist zwar fast alles wieder repariert, aber der zeitige Wintereinbruch hat die Wandersaison schnell enden lassen.

Der Nationalpark Sächsische Schweiz hatte 20-jähriges Jubiläum. Seine Schutzzonen wurden 1990 ausgewiesen. Die feierliche Eröffnung fand aber erst am 28.04.1991 mit dem damaligen Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, Kurt Biedenkopf statt. Nun sind die Besucherzahlen lt. einer Statistik der Nationalparkverwaltung zwischen 1998-2008 um fast 50% gestiegen. Fluch oder Segen? Die Tourismusbranche wird es freuen, die Natur und die Nationalparkverwaltung wohl nicht. Auch dem Wanderer werden die Staus auf der Schrammsteinkette an sonnigen Wanderwochenenden nicht entgangen sein.

Über 1100 km markierte Wege in der Nationalparkregion (davon 400 km im Nationalpark) preist die Nationalparkverwaltung an. Das klingt viel, aber nur ein Teil davon ist wirklich sächsische-schweiz-typisch. Wer schon einmal versucht hat, seine Kinder auf der Zeughausstraße am Laufen zu halten, versteht, was ich meine. Nun sind mehr Wanderer auf weniger Wegen als vor 20 Jahren unterwegs, zunehmend auf der Suche nach ruhigen, naturbelassenen 'Schleichwegen'. Und diese werden noch weniger werden. In den nächsten 30 Jahren muss die so genannte Ruhezone von jetzt 40 % der Nationalparkfläche auf min. 75 % vergrößert werden, um den Anforderungen zur internationalen Anerkennung als Nationalpark zu genügen. Wandern wir in die Sackgasse, wie bei den Weberschlüchten?

Zum Jahresende wird Deutschlands dienstältester Nationalparkchef Dr. Jürgen Stein abgelöst. Er wird in das „Amt für Großschutzgebiete“ ‚befördert’. In letzter Zeit gab es vermehrt Kritik aus der Tourismusbranche sowie aus Wander- und Verlagskreisen. Wir hoffen auf mehr Transparenz und Dialogbereitschaft der Nationalparkverwaltung bei ihren Waldarbeiten!

Ein besinnliches Weihnachtsfest
und eine bruchfreie Winterzeit
wünscht
wanderpfade.de

Eintrag am 20.12.2010

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