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Felssturz im Schulzengrund

Bild Schulzengrund

Als wir am 16.01.2011 durch den Schulzengrund mit dem Ziel Brand wanderten, lagen da einige gelb-orange leuchtende Felsbrocken unterschiedlichster Größe auf dem Weg. Ein Blick nach links den Steilhang hinauf verriet deutlich den Ursprung des hellen Sandsteins. Wir dachten noch: „Interessant – das ist eben wilde, ungebändigte Natur in der Kernzone des Nationalparks Sächsische Schweiz, die wir hier hautnah erleben können.“ Poltern hatten wir es nicht gehört. Es war deshalb anzunehmen, dass das Geröll schon etwas länger dort lag.

Wir fühlten uns deshalb auch nicht ernsthaft bedroht, obwohl ein größerer Block oberhalb des Weges einfach so am Baum lehnte. Diesen Wegabschnitt brachten wir dann doch etwas zügiger hinter uns. Ich dachte noch kurz daran, dieses Felsstürzchen der Nationalparkverwaltung zu melden, konnte mir aber nicht vorstellen, dass wir hier die ersten Entdecker gewesen sein sollen.

Am 08.02.2011 bemerkte nun auch die Nationalparkverwaltung den Felssturz. Der Schulzengrund wurde sofort gesperrt [Update 16.03.2011: Der Weg ist seit dem 14.03.2011 wieder offen]. Unmittelbar danach ging es auch durch Presse/TV/Internet. Erst jetzt wurde uns klar, dass wir das Ergebnis eines größeren geologischen Ereignisses gesehen hatten. Laut Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) müssen die bis zu zwei Tonnen schweren Felsbrocken kontrolliert abgerollt werden, da sie sonst „ein nicht abzuschätzendes Risiko für Wanderer“ darstellen. Auf Nachfrage des Amtes konnten wir bestätigen, dass der Felssturz schon deutlich eher als vermutet erfolgt sein muss. Das LfULG nimmt auch gern Hinweise aus der Bevölkerung zu Felsstürzen, Steinschlägen und Rutschungen entgegen. Damit wird die sächsische Felssturzdatenbank gefüttert, die seit 2004 im Aufbau ist.

Vielleicht hätte ich doch ein paar Bilder mehr machen sollen. Die Abbruchstelle hätte sicher ein paar spektakuläre Motive abgegeben. Aber ich wollte in der Kernzone nicht vom Weg abkommen…

Eintrag am 25.02.2011

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